Sonntag, 12. Dezember 2010

Feste

Oktober bis Dezember ist eine super Zeit um in die USA zu kommen. Es ist nämlich die Feierzeit. Nach dem verrückten Halloween, von dem ich schon geschrieben habe, kam Thanks Giving. Das durfte ich richtig traditionell mit grossem Familienfest, noch grösserem Truthahn und vielen Pumkin Pies feiern. Schon am Tag danach hat Weihnachten angefangen. Auf jeden Fall auf der Strasse und in den Vorgärten der ganzen Häuser hier. Ich glaube es gibt hier Wettbewerbe, wer die kitschigste Haus- und Gartendekoration hat. Das ist verrückter als an Halloween...
In den verschiedenen Städtchen in der Bay Area finden ausserdem Christmas Parades statt. Da fahren oft relativ einfallslos geschmückte, dafür aber immer extrem kitschige Wagen zu Marching Band Musik durch die Strassen. Bei der in Los Altos gab es 5 verschiedene Polar Express', 10 Versionen vom Nutcracker und natürlich Santa Claus


In allen Läden, sogar in denen im Chinatown läuft seit dem 26. November Weihnachtsmusik (die schreckliche, amerikanische) und viele Autos werden als Rentier verkleidet, oder zumindest ein Adventskranz vorne auf die Motorhaube geklebt.


Ganz besonders für mich ist, dass ich dieses Jahr das erste Mal auch Chanukka feiern darf. An diesem jüdischen Lichterfest wird an acht aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Kerze von einem neunarmigen Kerzenständer angezündet. (Die neunte Kerze ist der Anzünder und brennt am Schluss auch.) Gefeiert wird mit Liedern, Gebeten, kleinen Geschenken, vielen Latkes (Kartoffelpuffer) und Dreidelspiel. Da wird ein vierseitiger Kreisel gedreht und je nachdem auf welcher Seite er liegen bleibt, gewinnt man Goldmünzen, oder muss welche hergeben. Ich geniesse es sehr, lauter neue Bräuche kennen zu lernen!


Position:USA

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